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Vor fünf Jahren (2001) hat uns eine Sendung über die Delphintherapie so sehr beeindruckt, das wir daraufhin sofort an Dolphin aid geschrieben haben. Es dauerte nicht lange und wir bekamen einen Antrag zugeschickt. Dies taten wir sofort und im Oktober 2003 erhielten wir einen Termin für die Delphintherapie im Oktober 2004.

Am 15.10.2004 war es endlich soweit, unser Traum wurde Wirklichkeit, denn wir waren auf dem Weg zu den Delphinen.
Am 18.10.2004 waren wir endlich dort, wofür wir vor über zwei Jahren einen Antrag gestellt haben, im Delphinzentrum "Dolphin Human Therapy" in Key Largo.
Man wird dort mit offenen Armen empfangen, so entsteht gleich eine familiäre Atmosphäre, die alle Ängste vergessen lässt, die man hatte.

Jede Therapiestunde begann mit dem Morgenkreis, dort haben sich alle Therapiekinder, Geschwister, Therapeuten getroffen und haben gemeinsam gesungen, die Lieder mag Annabell heute noch, wenn wir sie ihr vorsingen. Wir fanden es auch bemerkenswert, das die Geschwister voll mit im Morgenkreis einbezogen wurden .Annabells Geschwister waren immer begeistert, wenn sie die Instrumente in die Hand nehmen konnten. Somit bekamen sie das Gefühl auch dazu  zu gehören.
 Danach zogen die Therapeuten mit ihren Zöglingen zum Dock. Zu unserer Zeit waren 4 Familien da .Durch das tägliche Sehen, kam man sehr schnell ins Gespräch und man hatte keine Ängste wildfremden Leuten, die Krankheitsgeschichte seines Kindes zu erzählen. Vielleicht war es gerade die Atmosphäre oder weil es wildfremde Leute waren, das man freiweg reden konnte und die einen auch  verstanden haben, weil sie die gleichen Erfahrungen hinsichtlich mit den Ärzten, Krankenhäusern u.s.w. gemacht haben. Genau diese Situation vermisse ich hier in Deutschland, das man nicht ernst genommen wird als Mutter, wenn es Probleme mit ihrer Tochter gibt. Es gibt auch Ausnahmen, denen wir dankbar sind, aber den größten Teil müssen wir  als Eltern allein ausfechten.

So machten die Kinder ihre Therapie und die Eltern tauschten sich aus.

Die Sprachschwierigkeiten, die meisten Therapeuten sprechen nur englisch, werden durch eine Übersetzerin und die Praktikanten überwunden. Die Therapeuten versuchen aber mit den Kindern deutsch zu sprechen, das heißt die Anweisungen folgen auf deutsch, z. B. zeig die Karte oder nimmt dem Ball. Wir waren sehr froh, das die Praktikanten uns bei der Übersetzung der Auswertung der Therapiestunde geholfen haben, denn unserer Englisch war nicht so perfekt.  

Unser Ziel der Reise war die Aggressivität ( beissen, kneifen, in den Haaren ziehen )unter Kontrolle zu bekommen.

Dieser Wunsch hat sich nicht erfüllt, dafür haben wir andere Fähigkeiten bei unserer Tochter sehen können. 

Man sagte uns, das das Beissen, Kneifen und in den Haaren ziehen eine Art von Kommunikation bei ihr sei, womit Sie auf sich aufmerksam machen möchte. Wir müssen uns auf diese Art einstellen und genau unterscheiden lernen. Mit dieser Erkenntnis sind wir nach Hause gefahren und versuchen so gut es geht zu unterscheiden, was nicht immer leicht fällt. Seit der Reise nimmt Annabell ihre Umwelt bewusster war und somit ist ihre Art sich auszudrücken stärker geworden. In manchen Situationen wissen wir nicht, ob sie mit ihren Geschwistern spielen möchte oder sie böse auf sie ist.

Die allergrößte Erfahrung war die Leistungssteigerung unserer Tochter. Es ist bemerkenswert, was sie geleistet hat, vom Türmchen bauen über Ringe aufstecken bis alleine zu schwimmen. Es sind die einfachen Dinge, die uns zeigen, das auch Rettkinder lernen können und sich nicht nur zurück entwickeln.

Diese Ergebnisse haben wir besonders den Therapeuten zu verdanken und auch den Delphinen. Wobei die Therapeuten den größten Anteil haben, denn sie arbeiten mit sehr viel Geduld und Spass, so das Annabell sich richtig wohl fühlte und nach einigen Tagen auch ausprobieren wollte, wo ihre Grenzen bei denen liegen.

Annabell lernte schnell den Ablauf und den Sinn der Karten, die sie zeigen sollte.
Zum Beispiel zeigte sie Karte mit dem Ball, so konnte sie mit dem Ball spielen ( ins Wasser werfen und Duke (ihr Delphin ) brachte ihn wieder. Die Karten die mit Wasser zu tun hatten, mochte sie sehr gerne, denn mit diesen Karten konnte sie ins Wasser.

Wenn Annabell im Wasser war und zur Belohnung mit Duke geschwommen ist, wussten wir, wir haben die richtige Entscheidung für unsere Tochter getroffen und wir müssen wiederkommen.

So vergingen die 2 Wochen wie im Fluge und wir flogen mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause.

weinendes Auge                   diese "Familie" und die schöne Umgebung zu  verlassen 

lachendes Auge                    bewiesen zu haben, das Annabell unter bestimmten
                                           Voraussetzungen, etwas leisten kann, worauf wir sehr stolz 
                                           sind

Nun sind wir wieder zu Hause und machen uns Gedanken, wann wir das nächste mal wieder rüberfliegen. So eine Therapiereise ist nämlich sehr kostspielig, aber das Geld ist es wert.

Wenn wir das Geld für die nächste Therapie zusammen haben , werden wir uns wieder anmelden. Auf diese Weise möchten wir uns noch mal ganz herzlich bei den Sponsoren und der Familie für die finanzielle Unterstützung bedanken, ohne Euch wäre dieser Traum nicht verwirklicht worden. Wir hoffen das ihr uns noch einmal helfen werdet, denn wir sind für jede Spende dankbar.                                            An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei allen bedanken, die uns bei der Organisation der Reise geholfen haben. Dies gilt einmal der Kinderarztpraxis von Annabell, die uns alle medizinischen Unterlagen zu Verfügung gestellt und ausgefüllt haben, und uns bei der Suche nach einem Beruhigungsmittel für den Flug sehr geholfen hat. Ohne dieses Mittel wäre der Flug für uns eine Katastrophe geworden.
Dann möchten wir uns noch bedanken bei Dolphin aid besonders Frau Ossenschmidt. Sie hat die ganze Reise ( Flug, Haus, Auto ) für uns organisiert. Sie hatte es nicht immer leicht mit uns, aber es hat alles wunderbar geklappt und das haben wir nur Frau Ossenschmidt und ihrem Team zu verdanken.
    

 DANKE          

Wir bereuen die Reise nicht, auch wenn unserer Wunsch nicht erfüllt worden ist, dafür haben wir viele andere Dinge gelernt, was wir hier vielleicht nicht mit bekommen hätten.